Münchner Mineralwasser …

der_weinbrandt_raetFolgenden Kalauer schreibt er gleich in sein Buch für die Nachwelt: „Geht der weinbrandt an einem Wirtshaus vorbei …“ Schnurzpiepegal! Eine dermaßen hanebüchene Hanswurstiade perlt an ihm ab wie H2O an einer Ente. Denn der sagenumwobene Weinselige ist keineswegs leicht verwundbar oder nah am feuchten Element gebaut, sondern vielmehr mit allen Wassern gewaschen. Und gelegentlich landet auch mal ein Schluck saurer Sprudel, vom weinbrandt augenzwinkernd als Hartz-IV-Schampus tituliert, in seinem Glas.

Vor etwa 10.000 Jahren – also zum Ende der letzten Eiszeit – sickerte Gletscherschmelzwasser durch das karbonatreiche Gestein der Münchner Schotterebene. Bis zum heutigen Zeitpunkt bewahrt diese urwüchsige Schutzschicht das in 150 Meter Tiefe eingeschlossene kostbare Nass vor Verschmutzungen. Aus jenem reinen Reservoir zapften sich bislang nur die ansässigen Traditionsbrauereien ihren Löwenanteil ab, um damit die weltberühmten weißblauen Biere gemäß dem deutschen Reinheitsgebot herzustellen. Dann hatten kürzlich fünf lokalpatriotische Spezl bei zahlreichen zünftigen Maß Hell im Biergarten einen ausgefuchsten Gerstensaft-Geistesblitz und jetzt kommt mit AQUA MONACO die erste ungehopfte Version des mineralhaltigen Selters auf den Markt. Direkt vor Ort und unter staatlicher Kontrolle abgefüllt ist es dabei in zwei Nuancen verfügbar: in Rot als nahezu stille Variante (2,4 g/l) und in Blau mit einer erquicklichen Portion Kohlensäure (6 g/l).

Durch seine ins Auge stechende Aufmachung muss sich das natriumarme und durchaus durstlöschende AQUA MONACO keinesfalls neben anderen alkoholischen Szenedrinks verstecken. Der Schiebepuzzle-Look wird mit jeder Abfüllung von Grafiker und Mitinitiator Timo Thurner neu modifiziert. Auf halbernste Weise vermitteln die Etiketten mit ihren typisch münchnerischen Metaphern hiesiges Heimat- und Lebensgefühl. Bekanntlich hält der weinbrandt es bei der Optik jedoch eher mit den weiblichen Geschöpfen und wie jeder weiß, sollte er bei diesem verzwickten Thema den Tag niemals vor dem Abend loben. Schließlich sind Frauen wie seine Krawatten: Er wählt sie bei schlechtem Licht aus, und danach hat er sie am Hals.

Derzeit ist AQUA MONACO in handlichen 0,33l-Longneck-Flaschen unter anderem im Hey Luigi, in der Weinbar Goldloch oder der Robinson Kuhlmann Bar erhältlich. Eine 0,75l-Pulle soll bald folgen.


Der weinbrandt rät: AQUA MONACO – Natürliches Mineralwasser aus der Münchner Schotterebene. Weitere Infos und Bezugsquellen unter: www.aquamonaco.com

© 06/2012 by Christoph Brandt
Text aus der Rubrik “der weinbrandt rät …”, curt Magazin München #72, www.curt.de

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08
Aug 2012
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